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Kulturwirtschaft
Was ist Kulturwirschaft? Ein Begriff, der für die meisten von uns neu erscheint, liegt doch so nahe. Was der Kulturwirtschaft zuzurechnen ist, lässt sich bis zum heutigen Tag nicht abschließend sagen. Auf folgende Zuordnung soll unserer Meinung nach im Moment zurückgegriffen werden:
Unternehmen und Selbständigen, die erwerbsmäßig kulturelle Güter und Dienstleistungen schaffen, produzieren, vermarkten und medial verbreiten. Dazu zählen auch gewerbliche Betriebsteile öffentlicher oder kommunal finanzierter Kulturinstitutionen und deren wirtschaftliche Teilbetriebe.
Den Ursprung der kulturwirtschaftlichen Auffassung findet man möglicher Weise in Großbritanien. Die Regierung unter Premierminister Tony Blair sah in der "Creative Industry" eine Chance für eine Zukunftsbranche der britischen Wirtschaft und entwickelte entsprechende Förderprogramme. In Österreich wurde mit europäischen Fördermitteln 2004 eine umfangreiche Studie (Untersuchung des ökonomischen Potenzials der 'Creative Industries' in Wien) vorgelegt
Bereits in den 1990er Jahren veröffentlichte Nordrhein-Westfalen als erstes deutsches Bundesland mehrere Kulturwirtschaftsberichte. Dem folgten die Bundesländer Sachsen-Anhalt (2001), Hessen (2003), Schleswig-Holstein (2004) und Berlin (2005). Im Februar 2009 verfasste schließlich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) den ersten Bundes-Kulturwirtschaftsbericht (Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur-und Kreativwirtschaft in Deutschland).
Die Innovationskraft liegt in den originären und kleinteiligen Entwicklungsprozessen. Es geht um Einzelanfertigungen, Prototypen oder um die Entwicklung immaterieller Wirtschaftsgüter. Zudem nutzen fast alle Kulturwirtschaftler modernste Technologien, insbesondere aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie.
Kulturwirtschaft ist kein Imagefaktor, sondern muss als eigenständiges, vielleicht sogar zukunftsträchtigstes Wirtschaftsfeld begriffen werden. |
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